Infos
Der Watzmann ist das zentrale Bergmassiv der Berchtesgadener Alpen. Er liegt im Südosten Oberbayerns im Nationalpark Berchtesgaden in den Gemeinden Ramsau und Schönau am Königssee. Das bekannte Massiv hat seinen Kulminationspunkt in der Watzmann-Mittelspitze, die mit ihren 2713 m Höhe zugleich höchster Punkt des Berchtesgadener Landes ist.
Bilder von der Tour

Blick auf Watzmannostwand und Watzmanngrad
(links die Südspitze - ganz rechts das Hocheck)

auf dem Watzmanngrad zur Südspitze
auf der Südspitze
|
|
Um 05:00 Uhr am 03.07.2005 starteten wir unsere Tour zu den Gipfeln des Watzmann. Die Wetterlage war als stabil und trocken vorhergesagt, gute Bedingungen, die Überschreitung an einem Tag zu schaffen. Von unserer Unterkunft in der Nähe das Alten Forsthauses benötigten wir einige Minuten bis zur Wimbachbrücke. Von dort führt der Weg durch Waldgebiet allmählich bergauf. Nicht weit hinter der Talstation der Materialseilbahn des Watzmannhauses beginnt der Pfad gen Watzmannhaus anzusteigen.Nach 3 Stunden erreichten wir das Haus. Davor herrschte bereits reges Treiben der Bergsteiger, die hier übernachtetet und von hier zum Watzmann starten wollten. Nach einer Rast begaben wir uns auf den Anstieg zum Hocheck, welches von Wolken ab und zu verdeckt wird. Vor uns waren schon mehrere Gruppen dahin unterwegs. Teilwiese führt der Pfad über Geröll und Blockwerk. Nach 1,5 Stunden erreichten wir den Gipfel des Hochecks. Dort begann das eigentlich aufregende, der Klettersteig. Wir legten unseren Gurt und das Klettersteig-Set an und folgten den vor uns Kletternden. Für einige war aber am Hocheck bereits die Wanderung beendet.Über gut drahtseilversicherte Passagen erreichten wir nach 30 Minuten die Watzmannmittelspitze, die sehr gut besucht war. Aus dem Grunde gingen wir gleich den Klettersteig zur Südspitze an. Es sollte sich tatsächlich herausstellen, dass an der Mittelspitze für die allermeisten Wanderer das Ziel erreicht war. Von der Mittelspitze führte der Steig zunächst steil abwärts, insgesamt steigt man zirka 150 m ab, um dann zur Südspitze aufzusteigen. Der Steig führt über teilweise ziemlich ausgesetzte Stellen aber doch gut drahtseilversichert teils links, teils rechts unterhalb des Grades entlang aber auch an 2 Stellen direkt auf dem Grad. Erste Blicke zum Königssee, der freie Blick zum Hochkaltermassiv und in die Watzmann-Ostwand runden den spannenden Weg zur Südspitze ab, die wir nach ca. 90 Minuten erreichen.Einige Bergsteiger rasten schon auf der Südspitze. Zeitweise verdecken Wolken den Blick in Richtung Hoher Göll und Königssee. In Richtung Hochkalter und Großer Hundstod ist der Blick klar, so das wir die Gipfelrast genießen konnten. Der Abstieg in Richtung Wimbachgrieß begann recht einfach und wurde dann zunehmend steiler. Im weiteren Verlauf überraschen einige versicherte Kletterpassagen, die relativ steil bergab führen, bis zu einem großen Steinkar, welches teilweise von Schneefeldern verdeckt wird. Kurz vor dem Wimbachgrieß warten 2 steile Rinnen auf uns, die mit schweren Ketten versichert sind. Danach erreichen wir das Wimbachgrieß mit seiner bizarren Landschaft. Gegen 16.30 Uhr können wir an der Wimbachgrießhütte Rast machen. Ab hier beginnt ein 2-stündiger "Latschweg" am Wimbachschloss vorbei, welches ab 17.00 Uhr geschlossen ist, bis hinunter nach Ramsau.
Fazit:
Für die Tour braucht man stabile Wetterverhältnisse.
Die Tour ist mit sehr guter Kondition an einem Tag zu bewätltigen. 14 Stunden sollte man dafür einplanen (mit Rastzeiten)
Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind auf dem Steig von Mittel- zur Südspitze teilweise gefragt.
|